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Apadravya Piercing — Das vertikale Glans-Piercing

Das Apadravya ist ein vertikales Piercing durch die Eichel (Glans) des Penis. Es tritt an der Oberseite (dorsal) ein und verlässt die Eichel an der Unterseite (ventral), wo es sich mit dem Austrittspunkt eines Prince-Albert-Piercings deckt. Durch diese vertikale Achse durchqürt es die gesamte Eichel einschliesslich der Harnröhre — ein Aspekt, der zunächst einschüchternd klingt, aber medizinisch unbedenklich ist und keine funktionellen Einschränkungen verursacht.

Es handelt sich um eines der ältesten dokumentierten Genitalpiercings. Seine Wurzeln reichen bis ins antike Indien zurück, wo es im Kama Sutra als luststeigernde Modifikation beschrieben wird. Unter Kennern gilt das Apadravya als das funktionellste aller männlichen Genitalpiercings, da der vertikal platzierte Barbell sowohl für den Träger als auch für den Partner eine aussergewöhnliche Stimulation bietet.

Bei XS Piercing Basel führen wir das Apadravya mit Lokalänästhesie durch — ein Alleinstellungsmerkmal, das einen ansonsten intensiven Eingriff vollkommen handhabbar macht. So können Sie sich entspannen und das Ergebnis geniessen, statt sich vor dem Prozess zu fürchten.

Geschichte & Kultureller Hintergrund

Das Apadravya wird im Kama Sutra erwähnt, dem klassischen indischen Text über Liebe und Erotik, der zwischen 400 v. Chr. und 200 n. Chr. verfasst wurde. Dort wird es als eine von mehreren Modifikationen beschrieben, die zur Steigerung des sexuellen Vergnügens dienen. Der Text beschreibt einen Stab durch den Lingam (Penis) in verschiedenen Konfigurationen — das Apadravya als vertikale Variante ist dabei eine der prominentesten Formen.

In Südostasien, insbesondere auf Borneo, praktizierten die Dayak und andere indigene Völker ähnliche Piercings seit Jahrhunderten. Dort oft als Palang oder Ampallang bezeichnet, waren diese Piercings tief in kulturelle Initiationsrituale eingebettet und galten als Übergangsritus ins Erwachsenenalter. Die Tradition verband körperliche Modifikation mit spiritueller Bedeutung und sozialem Status.

Die moderne Wiederentdeckung des Apadravya in der westlichen Körpermodifikationskultur erfolgte in den 1970er und 1980er Jahren, massgeblich durch Pioniere wie Jim Ward und die Publikation Piercing Fans International Quarterly (PFIQ). Diese Veroffentlichungen trugen dazu bei, Genitalpiercings aus dem Tabubereich in die Welt des bewussten Body Modification zu heben. Heute gilt das Apadravya als ein anspruchsvolles und respektiertes Piercing unter erfahrenen Enthusiasten weltweit.

Anatomie & Platzierung

Das Apadravya erzeugt einen vertikalen Kanal durch die gesamte Eichel des Penis. Der Eintrittspunkt befindet sich auf der dorsalen (oberen) Oberfläche der Glans, und der Austrittspunkt liegt auf der ventralen (unteren) Seite — exakt dort, wo auch ein Prince-Albert-Piercing austreten würde. Dazwischen durchqürt der Kanal die Harnröhre (Urethra).

Die Passage durch die Harnröhre klingt zunächst dramatisch, verursacht jedoch keine funktionellen Probleme. Die Urethra ist ein flexibles Gewebe, das sich problemlos an den Schmuck anpasst. Es kommt weder zu Vernarbung noch zu Verengung des Harnröhrenkanals. Das Urinieren wird langfristig nicht beeinträchtigt.

Die optimale Platzierung erfordert eine sorgfältige Analyse der individuellen Anatomie. Der Piercer berücksichtigt dabei:

  • Grösse und Form der Eichel — bestimmt die Barbelllänge und den Winkel
  • Position der Harnröhre — für eine saubere, mittige Durchqürung
  • Lage des Frenulums — um Konflikte mit dem Bändchen zu vermeiden
  • Gesamtanatomie — Verhältnis von Eichel zu Schaft, Symmetrie und Proportionen

Keine zwei Anatomien sind identisch. Deshalb erfolgt bei XS Piercing immer eine individuelle Beratung und Beurteilung vor dem Eingriff. Nur so kann ein Ergebnis erzielt werden, das sowohl ästhetisch als auch funktionell optimal ist.

Passage durch die Harnröhre

Das Piercing durchqürt die Harnröhre, was klingt dramatischer als es ist. Es verursacht keine Vernarbung oder Verengung und beeinträchtigt das Urinieren nicht dauerhaft. Die Harnröhre ist flexibles Gewebe, das sich vollständig an den Schmuck anpasst.

Der Eingriff bei XS Piercing

Unser Ablauf ist darauf ausgelegt, Ihnen maximale Sicherheit und Komfort zu bieten. Jeder Schritt wird im Voraus erklärt, und Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder eine Pause einzulegen.

1

Ausführliche Beratung und anatomische Beurteilung

Wir besprechen Ihre Erwartungen, erklären den Ablauf und prüfen, ob Ihre Anatomie für das Apadravya geeignet ist.

2

Markierung der Ein- und Austrittspunkte

Mit einem sterilen Markierungsstift werden die präzisen Punkte auf der Ober- und Unterseite der Eichel festgelegt. Sie können die Platzierung im Spiegel prüfen.

3

Desinfektion des Bereichs

Der gesamte Bereich wird gründlich mit einer antiseptischen Lösung gereinigt und desinfiziert.

4

Lokale Betäubung — unser Alleinstellungsmerkmal

Eine kleine Injektion betäubt die Eichel vollständig. Die meisten Studios bieten dies nicht an. Bei uns ist die Lokalänästhesie Standard und im Preis inbegriffen.

5

Durchführung des Piercings

Das Piercing wird mit einer sterilen Kanüle in einem einzigen, sauberen Durchgang von oben nach unten gestochen.

6

Einsetzen des Erstschmucks

Ein gerader Barbell aus Implant-Grade Titan wird sofort eingesetzt. Die Länge berücksichtigt den Schwellungszuschlag.

7

Kontrolle und Nachsorge-Erklärung

Wir prüfen Sitz und Platzierung, geben Ihnen detaillierte Pflegeanweisungen und beantworten alle verbleibenden Fragen.

Schmuckdetails

Schmucktyp
Gerader Barbell (Straight Barbell)
Gauge
14ga (1.6mm) oder 12ga (2.0mm)
Anfangslänge
28-36mm (mit Schwellungszuschlag)
Material
Implant-Grade Titan (ASTM F136)

Zeitrahmen

Beratung
10-15 Minuten
Vorbereitung
10-15 Minuten
Piercing selbst
Wenige Sekunden
Gesamttermin
ca. 30 Minuten

Schmerz & Anästhesie

Ehrlich gesagt: Ohne Betäubung gehört das Apadravya zu den intensivsten Piercings überhaupt. Die Eichel ist eines der empfindlichsten Körperteile, und das Piercing durchqürt sie vollständig, einschliesslich der Harnröhre. In den meisten Studios wird dieses Piercing ohne jegliche Schmerzbehandlung durchgeführt — eine Erfahrung, die viele Interessenten zurückschrecken lässt.

Der Unterschied bei XS Piercing: Wir verwenden eine Lokalänästhesie als Standard. Eine kleine Injektion — vergleichbar mit der Betäubung beim Zahnarzt — betäubt die Eichel vollständig. Das Piercing selbst ist dann schmerzfrei. Unsere Klienten beschreiben die Erfahrung typischerweise als überraschend unkompliziert.

Nach dem Eingriff: Sobald die Betäubung nachlasst (nach etwa 30 bis 60 Minuten), ist mit moderater Empfindlichkeit und einem dumpfen Schmerzgefühl zu rechnen, das 1-3 Tage anhält. Standard-Schmerzmittel wie Ibuprofen sind völlig ausreichend. Die meisten Klienten berichten, dass der Schmerz deutlich geringer ist als erwartet.

«Ich hatte Angst vor dem Eingriff, aber mit der Lokalänästhesie habe ich tatsächlich nichts gespürt. Es war viel einfacher als erwartet.»

— M.S., 34

Heilungsprozess

Die Heilung des Apadravya verläuft in mehreren Phasen. Jeder Körper ist anders, aber die folgende Zeitleiste gibt einen zuverlässigen Überblick über den typischen Verlauf.

Woche 1-2 Akutphase

Schwellung und Empfindlichkeit sind in dieser Phase am stärksten. Leichte Blutungen sind normal und können 1-2 Tage anhalten. Der längere Erstbarbell bietet ausreichend Platz für die Schwellung. Kühlen mit einem sauberen Tuch kann helfen. Körperliche Anstrengung sollte minimiert werden.

Woche 3-4 Frühe Heilung

Die Schwellung klingt deutlich ab. Krustenbildung an den Ein- und Austrittspunkten ist normal und ein Zeichen der Heilung. Diese Krusten nicht abreissen! Die regelmässige Reinigung mit Kochsalzlösung bleibt wichtig.

Monat 2-3 Stabilisierung

Deutliche Besserung des allgemeinen Komforts. Der Piercingkanal beginnt sich zu stabilisieren und das Gewebe wird fester. Ab der 8. Woche ist vorsichtiger Geschlechtsverkehr möglich — ausschliesslich mit Kondom! Hören Sie auf Ihren Körper und brechen Sie bei Beschwerden ab.

Monat 4-6 Primäre Heilung

Die primäre Heilung ist abgeschlossen. Der Kanal ist stabil genug für einen Schmuckwechsel auf einen kürzeren Barbell — dieser Wechsel sollte im Studio erfolgen. Das Piercing fühlt sich im Alltag völlig normal an. Empfindlichkeit bei direktem Druck kann noch vorkommen.

Monat 6-12 Vollständige Reifung

Vollständige Ausheilung und Reifung des Piercingkanals. Das Gewebe ist nun voll belastbar. Der Kanal ist stabil, flexibel und widerstandsfähig. Schmuckwechsel sind problemlos möglich. Das Piercing kann jetzt sein volles Potenzial entfalten.

Gut zu wissen: Das Apadravya heilt tendenziell etwas schneller als das Ampallang, da der vertikale Kanal durch die Eichel kürzer ist als der horizontale. Der kürzere Weg bedeutet weniger Gewebe, das durchheilen muss.

Geduld ist der Schlüssel

Auch wenn sich das Piercing nach wenigen Wochen gut anfühlt, braucht der Kanal Monate zur vollständigen Stabilisierung. Übereilter Schmuckwechsel oder zu frühe Belastung können die Heilung zurückwerfen. Vertrauen Sie dem Prozess.

Pflege des Apadravya Piercings

Die richtige Nachsorge ist entscheidend für eine komplikationsfreie Heilung. Das Apadravya erfordert aufgrund seiner Lage und Passage durch die Harnröhre besondere Aufmerksamkeit.

Tägliche Reinigung

Reinigen Sie das Piercing 2x täglich mit steriler Kochsalzlösung (0.9% NaCl). Entweder als Spray oder als getränktes Wattepad. Lassen Sie die Lösung 1-2 Minuten einwirken und tupfen Sie anschliessend vorsichtig trocken. Keine Desinfektionsmittel, kein Alkohol, kein Octenisept auf das Piercing — diese stören die natürliche Heilung.

Duschen & Hygiene

Lassen Sie warmes Wasser über das Piercing laufen — das genügt in den meisten Fällen. In der ersten Woche keine Seife direkt auf dem Piercing verwenden. Ab Woche 2 kann eine milde, parfümfreie Seife vorsichtig verwendet werden. Nach dem Duschen gründlich abtrocknen — Feuchtigkeit ist der Feind der Heilung.

Hände & Berührung

Nie mit ungewaschenen Händen an das Piercing fassen. Auch wenn es juckt oder zieht — vermeiden Sie unnötiges Anfassen, Drehen oder Spielen am Schmuck. Jede Berührung birgt das Risiko, Bakterien einzuschleppen. Wenn Sie das Piercing reinigen, waschen Sie vorher gründlich die Hände.

Unterwäsche & Kleidung

Tragen Sie stützende, saubere Baumwollunterwäsche. Enge Unterwäsche kann den Schmuck in Position halten und ungewolltes Hängenbleiben verhindern. Vermeiden Sie raü Stoffe oder enge Hosen, die am Piercing reiben. Wechseln Sie die Unterwäsche täglich.

Sexuelle Aktivität

Sexuelle Abstinenz für mindestens 6-8 Wochen. Danach ist vorsichtiger Geschlechtsverkehr ausschliesslich mit Kondom möglich, bis das Piercing vollständig verheilt ist (4-6 Monate). Oralverkehr sollte ebenfalls vermieden werden, bis die initiale Heilungsphase abgeschlossen ist.

Urinieren während der Heilung

Der Urinstrahl kann in den ersten Wochen durch den Piercingkanal leicht abgelenkt werden oder sprühen. Dies ist völlig normal. Im Sitzen zu urinieren kann in dieser Phase praktischer sein. Mit fortschreitender Heilung normalisiert sich der Strahl vollständig.

Sexuelle Erfahrung & Empfindung

Das Apadravya gilt nicht ohne Grund als das funktionellste männliche Genitalpiercing. Die vertikale Ausrichtung des Barbells durch die Eichel bietet einzigartige Stimulationseigenschaften, die sowohl der tragende Person als auch dem Partner zugutekommen.

Für den Träger

  • + Erhöhte Sensibilität der Eichel durch den permanenten leichten Druck des Barbells
  • + Angenehmes Gewicht und Präsenz des Schmucks, das bei Bewegung spürbar ist
  • + Zusätzliche Stimulation während des Geschlechtsverkehrs durch den Barbell, der sich mit bewegt
  • + Stärkeres Lustempfinden durch die direkte Verbindung mit dem sensiblen Eichelgewebe

Für den Partner

  • + Der Barbell bietet zusätzliche Stimulation durch seine Präsenz und Bewegung
  • + Besonders effektive G-Punkt-Stimulation durch die vertikale Ausrichtung
  • + Die Kugeln des Barbells erzeugen einen sanften Druck, der von vielen Partnern als intensiv empfunden wird
  • + Im Vergleich zum horizontalen Ampallang bietet die vertikale Achse gezieltere Stimulation

Die vertikale Orientierung des Apadravya wird oft als effektiver beschrieben als die horizontale des Ampallang. Dies liegt daran, dass der Barbell während der Penetration entlang der empfindlichsten Achse des Vaginalkanals stimuliert — insbesondere den Bereich des G-Punkts.

Kondome können und sollen nach der Heilung problemlos verwendet werden. Eine leicht grössere Kondomgrösse kann den Komfort erhöhen, da Platz für den Schmuck benötigt wird. Unterschiedliche Barbelllängen und -stärken können die Erfahrung zudem subtil verändern.

Individuelle Erfahrung

Jede Erfahrung ist individuell. Offene Kommunikation mit dem Partner ist wichtig, besonders während der Heilungsphase und beim Wiederaufnehmen der sexuellen Aktivität. Nehmen Sie sich Zeit, experimentieren Sie vorsichtig und finden Sie heraus, was für Sie beide am besten funktioniert.

Risiken & Komplikationen

Wie jedes Piercing birgt auch das Apadravya gewisse Risiken. Bei professioneller Durchführung und sorgfältiger Pflege sind ernste Komplikationen jedoch selten. Transparenz ist uns wichtig — deshalb informieren wir Sie umfassend.

Blutung

Die Eichel ist stark durchblutet, weshalb stärkere Blutungen als bei Oberflächenpiercings normal sind. In der Regel stoppt die Blutung innerhalb weniger Stunden. Moderate Blutungen über 1-2 Tage können vorkommen und sind kein Grund zur Sorge. Legen Sie eine saubere Kompresse an und vermeiden Sie blutverdünnende Mittel (Aspirin) in den Tagen vor dem Eingriff.

Infektion

Das Infektionsrisiko ist bei korrekter Nachsorge gering. Anzeichen einer Infektion sind anhaltende Rötung, Wärme, ungewöhnlicher (grünlicher/gelblicher) Ausfluss und zunehmender Schmerz nach den ersten Tagen. Bei solchen Symptomen kontaktieren Sie uns sofort. Frühe Behandlung verhindert ernstere Probleme.

Migration & Abstossung

Die Migrationsgefahr beim Apadravya ist sehr gering, da das Piercing durch substantielles Gewebe verläuft. Im Gegensatz zu Oberflächenpiercings, die nur dünne Hautfalten durchqüren, bietet die Eichel dem Barbell stabilen Halt. Abstossungsreaktionen sind äusserst selten.

Granulationsgewebe (Wildes Fleisch)

An den Ein- und Austrittspunkten kann sich Granulationsgewebe bilden — kleine, rötliche Erhöhungen. Dies ist keine Infektion, sondern eine überschüssige Gewebereaktion. Behandlung mit regelmässigen Salzwasserkompressen ist in den meisten Fällen ausreichend. Teebaumöl sollte vermieden werden.

Harnröhrenprobleme

Komplikationen mit der Harnröhre sind äusserst selten. Die Urethra ist ein flexibles, anpassungsfähiges Organ, das den Schmuck nach der Heilung vollständig integriert. Es kommt weder zu dauerhafter Verengung noch zu funktionellen Einschränkungen. Vorübergehendes Spritzen beim Urinieren in den ersten Wochen ist normal und kein Komplikationszeichen.

Vergleich mit anderen Eichelpiercings

Merkmal Apadravya Ampallang Prince Albert Dydö
Richtung Vertikal Horizontal Schräg / Unterer Ring Horizontal (Rand)
Heilungszeit 4-6 Monate 6-10 Monate 4-8 Wochen 8-12 Wochen
Schmerzlevel (ohne Anästhesie) Hoch Sehr hoch Mittel Mittel-Hoch
Komplexität Hoch Sehr hoch Mittel Mittel
Stimulation Sehr stark (vertikal) Stark (horizontal) Moderat Moderat (Randbereich)
Seltenheit Selten Sehr selten Häufig Selten
Migration-Risiko Sehr gering Sehr gering Sehr gering Moderat

Apadravya vs. Ampallang

Das Ampallang ist das horizontale Gegenstäk zum vertikalen Apadravya — gleiche Idee, andere Achse. Das Ampallang gilt als etwas komplexer, da der horizontale Kanal durch die Eichel länger ist und entsprechend langsamer heilt (6-10 Monate gegenüber 4-6 Monaten). In puncto Stimulation bietet das Apadravya eine stärkere vertikale Wirkung, während das Ampallang horizontal stimuliert. Die Wahl hängt von persönlicher Präferenz und der gewünschten Wirkung ab.

Apadravya vs. Prince Albert

Der Prince Albert ist das bekannteste und am weitesten verbreitete männliche Genitalpiercing. Er ist technisch einfacher, heilt schneller (4-8 Wochen) und ist ein ausgezeichneter Einstieg in die Welt der Genitalpiercings. Ein häufiger Weg zum Apadravya führt über den Prince Albert: Zunachst wird der PA gestochen, und nach vollständiger Heilung wird die obere Hälfte ergänzt, um den PA zum Apadravya zu erweitern.

Apadravya vs. Dydö

Das Dydö sitzt am Rand (Korona) der Eichel und durchqürt nur den äusseren Randbereich. Es bietet eine andere Art der Stimulation als das Apadravya und hat ein höheres Migrationsrisiko, da weniger Gewebe den Schmuck hält. Dydö-Piercings werden häufig als Paar gestochen und können hervorragend mit einem Apadravya kombiniert werden — eine eindrucksvolle Kombination für erfahrene Piercingträger.

Fotogalerie

Beispielbilder von diesem Piercing, durchgeführt bei XS Piercing Basel. Die Galerie enthält explizite Inhalte.

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Häufige Fragen zum Apadravya

Kann ich ein Apadravya bekommen, wenn ich bereits ein Prince Albert habe?

Ja, das ist sogar einer der häufigsten Wege zum Apadravya! Das untere Loch des PA wird als Austrittsöffnung genutzt — es muss nur noch der obere Teil gestochen werden. Manche Kunden empfinden dies als angenehmere Variante, da nur die halbe Strecke neu durchstochen wird.

Welche Stärke/Gauge wird empfohlen?

Wir empfehlen 14ga (1.6mm) als Standard-Einstiegsgrösse. 12ga (2.0mm) ist ebenfalls möglich und bietet mehr Stabilität. Eine spätere Vergrösserung (Dehnung) ist möglich, sollte aber erst nach vollständiger Heilung erfolgen.

Kann ich weiterhin Kondome verwenden?

Ja, absolut. Kondome sind nach der Heilungsphase problemlos verwendbar. Wählen Sie gegebenenfalls eine etwas grössere Grösse, um Platz für den Schmuck zu haben. Während der Heilung sind Kondome bei jedem Geschlechtsverkehr Pflicht.

Wie funktioniert das Urinieren während der Heilung?

In den ersten Wochen kann der Urinstrahl durch den Piercingkanal leicht abgelenkt werden oder sprühen. Dies ist normal und verbessert sich mit der Heilung. Viele Klienten setzen sich in dieser Phase hin. Nach vollständiger Heilung normalisiert sich alles.

Muss ich beschnitten sein?

Nein, eine Beschneidung ist nicht erforderlich. Das Apadravya kann sowohl bei beschnittenen als auch bei unbeschnittenen Männern gestochen werden. Die Technik wird lediglich leicht angepasst.

Kann man das in zwei Schritten machen (erst PA, dann erweitern)?

Ja, der sogenannte stufenweise Ansatz ist eine beliebte Option. Zürst wird ein Prince Albert gestochen (einfacher, schnellere Heilung). Nach vollständiger Ausheilung (3-6 Monate) wird dann der obere Teil ergänzt. Dies verteilt die Erfahrung auf zwei kleinere Eingriffe.

Wie lange muss ich auf Sex verzichten?

Wir empfehlen eine sexuelle Abstinenz von mindestens 6-8 Wochen. Danach ist vorsichtiger Geschlechtsverkehr mit Kondom möglich. Hören Sie auf Ihren Körper — wenn es schmerzt, warten Sie noch.

Beeinflusst das Piercing die Fruchtbarkeit?

Nein, ein korrekt gestochenes Apadravya hat keinerlei Einfluss auf die Fruchtbarkeit oder die Spermienqualität. Der Piercingkanal heilt als separater Tunnel und beeinträchtigt die Harnröhrenfunktion nicht.

Galerie

Foto: Frisch gestochenes Apadravya, Seitenansicht

Foto: Verheiltes Apadravya mit Titanbarbell

Foto: Apadravya Nahaufnahme, Dorsalansicht

Foto: Apadravya-Erweiterung von bestehendem PA

Foto: Verschiedene Barbell-Längen im Vergleich

Foto: Kombination Apadravya + Dydö

Eigene Fotos werden nach Zustimmung des Kunden hinzugefügt.

Apadravya Piercing bei XS Piercing Basel

Das Apadravya ist ein anspruchsvolles Piercing, das Erfahrung, Präzision und das richtige Umfeld erfordert. Bei XS Piercing Basel vereinen wir über 20 Jahre Erfahrung mit Lokalänästhesie als Standard, höchsten Hygienestandards und einer respektvollen, professionellen Atmosphäre. Wir verwenden ausschliesslich Implant-Grade Titan (ASTM F136) und nehmen uns die Zeit, die jeder Eingriff verdient.

Ob Sie bereits Erfahrung mit Genitalpiercings haben oder das Apadravya Ihr erstes sein soll — wir beraten Sie ausführlich, ehrlich und unverbindlich. Rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie direkt einen Termin.