Christina Piercing
Ästhetisches Oberflächenpiercing am Venushügel
Heilung
6-12 Monate
Preis
CHF 140/160
Schmuck
Surface Bar / Curved Barbell
Typ
Oberflächenpiercing
Was ist das Christina Piercing?
Das Christina Piercing ist ein Oberflächenpiercing (Surface Piercing), das am Venushügel (Mons pubis) platziert wird — genau an der Stelle, wo die äusseren Schamlippen (Labia majora) oben zusammenlaufen. Das Piercing verläuft vertikal durch die Haut des Venushügels, wobei die obere Kugel des Schmucks sichtbar auf der Hautoberfläche liegt.
Das Christina Piercing ist nach der Person benannt, an der es angeblich erstmals durchgeführt wurde. Es ist ein rein ästhetisches Piercing ohne funktionelle Komponente — das bedeutet, es bietet keine Steigerung der sexuellen Empfindsamkeit, da es oberhalb der Klitorisregion sitzt und keinen Kontakt mit erogenen Zonen hat.
Viele Trägerinnen schätzen das Christina Piercing als eleganten, diskreten Körperschmuck, der im Bikini oder bei niedrig sitzender Kleidung sichtbar sein kann — je nach Wunsch ein bewusster Hingucker oder ein verborgenes Detail.
Besonderheiten als Oberflächenpiercing
Als Oberflächenpiercing unterscheidet sich das Christina grundlegend von klassischen Piercings, die durch eine Gewebefalte verlaufen (wie das Klitorisvorhaut- oder Schamlippenpiercing). Es durchsticht flaches Gewebe, das nicht natürlich eine «Tasche» für den Schmuck bildet. Dies bringt spezifische Eigenschaften mit sich:
- Erhöhtes Abstossungsrisiko (Migration): Der Körper neigt dazu, Oberflächenpiercings als Fremdkörper zu behandeln und den Schmuck langsam nach aussen zu schieben. Dieses Risiko ist bei Christinas hoher als bei klassischen Intimpiercings.
- Längere Heilungszeit: Oberflächenpiercings benötigen deutlich länger zur Heilung — beim Christina Piercing typischerweise 6 bis 12 Monate. Eine vollständige Ausheilung kann bis zu einem Jahr oder länger dauern.
- Mechanische Belastung: Der Venushügel ist einer ständigen Belastung durch Kleidung, Gürtel und Körperbewegungen ausgesetzt. Reibung und Druck können die Heilung erheblich beeinträchtigen.
- Spezieller Schmuck erforderlich: Für Oberflächenpiercings werden speziell geformte Surface Bars verwendet, die mit ihren flachen Füssen das Risiko der Abstossung reduzieren.
Realistiche Erwartungen
Oberflächenpiercings sind grundsätzlich weniger dauerhaft als herkömmliche Piercings. Trotz optimaler Platzierung und Pflege kann es vorkommen, dass der Körper das Christina Piercing mit der Zeit abstöesst. Dies ist kein Zeichen mangelnder Qualität, sondern eine natürliche Reaktion des Körpers auf Oberflächenpiercings. Wir besprechen dies ausführlich in der Beratung.
Schmuckoptionen
Für das Christina Piercing werden spezielle Schmuckformen empfohlen, die das Abstossungsrisiko minimieren:
- Surface Bar (Oberflächenhantel): Der empfohlene Schmuck für Christinas. Surface Bars haben eine flache, rechtwinklige Form mit breiten Füssen, die parallel unter der Hautoberfläche liegen. Diese Bauform reduziert den Druck auf das Gewebe erheblich und minimiert das Migrationsrisiko. Die Stege sind aus Implant-Grade Titan (ASTM F136) gefertigt.
- Curved Barbell: Als Alternative kommen gebogene Barbells zum Einsatz, die sich der natürlichen Körperkrümmung des Venushügels anpassen. Sie sind etwas einfacher im Handling, bieten aber weniger Schutz vor Migration als Surface Bars.
- Dekorative Enden: Sowohl bei Surface Bars als auch bei Curved Barbells können die sichtbaren Enden mit verschiedenen Designs ausgestattet werden — von schlichten Kugeln über Kristalle bis hin zu Opal- oder Edelsteinaufsätzen.
Kleidung und Alltag
Ein wichtiger Faktor beim Christina Piercing ist die Reibung durch Kleidung. Der Venushügel befindet sich in einer Zone, die von Hosenbünden, Gürtelschnallen und Unterwäsche ständig berührt wird. Dies hat Auswirkungen auf den Alltag:
- Während der Heilungsphase: Tragen Sie hochsitzende, lockere Hosen oder Röcke. Vermeiden Sie niedrig sitzende Jeans, enge Leggins und Gürtel, die direkt auf den Venushügel drücken. Weiche Baumwollunterwäsche ist empfehlenswert.
- Sportliche Aktivität: Aktivitäten mit starker Hüftbewegung oder Reibung im Unterbauchbereich (z.B. Radfahren, Reiten, Sit-ups) sollten während der Heilungsphase eingeschränkt oder mit schutzbietender Kleidung ausgeuäbt werden.
- Nach der Abheilung: Die meisten Trägerinnen können nach vollständiger Heilung wieder alle Kleidungsstile tragen. Es empfiehlt sich jedoch weiterhin, bei längerem Tragen enger Kleidung auf Anzeichen von Reizung zu achten.
Heilung & Pflege
Die Heilung des Christina Piercings erfordert Geduld und Konseqünz. Mit einer Heilungszeit von 6 bis 12 Monaten ist es eines der am längsten heilenden Intimpiercings:
- Reinigung: Reinigen Sie das Piercing zweimal täglich mit steriler Kochsalzlösung. Vermeiden Sie aggressives Reinigen oder den Einsatz alkoholhaltiger Desinfektionsmittel, die das Gewebe austrocknen.
- Nicht berühren: Vermeiden Sie es, den Schmuck zu drehen, zu schieben oder unnötig zu berühren. Berüherungen nur mit frisch gewaschenen Händen.
- Reibung minimieren: Tragen Sie lockere Kleidung und achten Sie darauf, dass kein ständiger Druck auf den Bereich einwirkt.
- Geduld bewahren: Auch wenn das Piercing äusserlich abgeheilt erscheint, kann die innere Heilung noch andauern. Wechseln Sie den Schmuck erst nach Rücksprache mit Ihrem Piercer.
- Migration beobachten: Prüfen Sie regelmässig, ob der Schmuck seine Position verändert. Wird zunehmend mehr Schmuck durch die Haut sichtbar, kontaktieren Sie uns umgehend.
Pflegetipp
Verwenden Sie während der Heilungsphase keine Körperlotionen, Cremes oder Öle im Bereich des Piercings. Diese können die Einstichkanäle verstopfen und Entzündungen begüstigen. Bleiben Sie bei reiner Kochsalzlösung und klarem Wasser.
Fotogalerie
Beispielbilder von diesem Piercing, durchgeführt bei XS Piercing Basel. Die Galerie enthält explizite Inhalte.
Häufig gestellte Fragen
Warum dauert die Heilung so lange?
Das Christina Piercing ist ein Oberflächenpiercing (Surface Piercing), das durch relativ dickes Gewebe am Venushügel verläuft. Oberflächenpiercings heilen generell langsamer als Piercings, die durch dünnere Gewebefalten verlaufen, da der Körper das fremde Material stärker als Eindringling wahrnimmt. Zudem ist der Bereich durch Kleidung und Bewegung ständiger mechanischer Belastung ausgesetzt, was die Heilung zusätzlich verlangsamt.
Wie hoch ist das Abstossungsrisiko?
Als Oberflächenpiercing hat das Christina Piercing ein höheres Abstossungsrisiko als herkömmliche Piercings. Der Körper kann den Schmuck als Fremdkörper erkennen und ihn langsam nach aussen schieben (Migration). Mit dem richtigen Schmuck (Surface Bar aus Titan), korrekter Platzierung und sorgfältiger Pflege kann dieses Risiko jedoch minimiert werden. Anzeichen einer Abstossung erkennen Sie an zunehmend sichtbarem Schmuck durch die Haut oder einer Verdünnung des Gewebes über dem Schmuck.
Kann ich mit einem Christina Piercing enge Hosen tragen?
In den ersten Monaten der Heilungsphase empfehlen wir dringend, enge Hosen, Jeans und Gürtel zu vermeiden, da der Druck auf das Piercing die Heilung behindern und das Abstossungsrisiko erhöhen kann. Nach vollständiger Abheilung können viele Trägerinnen wieder enge Kleidung tragen, sollten jedoch weiterhin auf übermäessige Reibung achten.
Hat das Christina Piercing eine funktionelle Wirkung?
Nein, das Christina Piercing ist ein rein ästhetisches Piercing. Aufgrund seiner Platzierung am Venushügel hat es keinen Kontakt mit der Klitoris oder anderen erogenen Zonen. Es liegt oberhalb der Klitorisvorhaut und dient ausschliesslich als dekorativer Körperschmuck. Wenn Sie ein Intimpiercing mit funktioneller Komponente wünschen, empfehlen wir das Klitorisvorhautpiercing (KVV).
Interesse am Christina Piercing?
Lassen Sie sich unverbindlich beraten. Wir besprechen die Besonderheiten dieses Oberflächenpiercings und prüfen, ob es für Ihre Anatomie und Ihren Lebensstil geeignet ist.