Klitorispiercing
Ein seltenes und anspruchsvolles Intimpiercing — nur bei geeigneter Anatomie
Heilung
4-6 Wochen
Preis
CHF 160/180
Häufigkeit
Sehr selten
Schmuck
Ring oder Barbell
Wichtiger Hinweis
Dieses Piercing erfordert eine individuelle Beratung und anatomische Prüfung. Das Klitorispiercing ist nicht mit dem weitaus häufigeren Klitorisvorhautpiercing (KVV/KVH) zu verwechseln. Es wird direkt durch die Klitoris gestochen und ist nur bei einer spezifischen Anatomie möglich. Ein persönliches Beratungsgespräch ist zwingend erforderlich.
Unterschied zum Klitorisvorhautpiercing
Eine der häufigsten Verwechslungen in der Welt der Intimpiercings betrifft den Unterschied zwischen dem Klitorisvorhautpiercing und dem tatsächlichen Klitorispiercing. Obwohl die Bezeichnungen ähnlich klingen, handelt es sich um grundlegend verschiedene Piercings.
Das Klitorisvorhautpiercing (KVV oder KVH) durchsticht lediglich die Hautfalte (Präputium clitoridis), die die Klitoris bedeckt. Es ist weit verbreitet, heilt schnell und eignet sich für die meisten Frauen.
Das Klitorispiercing hingegen geht direkt durch die Klitoris selbst (Glans clitoridis) — das sensibelste Organ im weiblichen Körper mit einer der höchsten Nervenzelldichten. Dieses Piercing ist äusserst selten und wird weltweit nur von wenigen erfahrenen Piercern durchgeführt.
Wenn Sie ein Intimpiercing in Erwägung ziehen, ist in den allermeisten Fällen das Klitorisvorhautpiercing die empfohlene und sicherere Wahl. Lesen Sie mehr dazu auf unserer KVV/KVH-Seite.
Anatomische Voraussetzungen
Das Klitorispiercing setzt eine sehr spezifische Anatomie voraus, die nur bei einem geringen Anteil der Frauen gegeben ist. Die Klitoris (Glans clitoridis) muss folgende Kriterien erfüllen:
- Ausreichende Grösse: Die Klitoris muss gross genug sein, um von einer Nadel sicher durchstochen werden zu können, ohne umliegendes Gewebe oder Nervenbahnen zu schädigen.
- Freiliegend / vorstehend: Die Klitoris muss ausreichend unter der Vorhaut hervortreten, um gut zugänglich zu sein. Bei vielen Frauen ist die Klitoris von der Vorhaut weitgehend bedeckt, was ein sicheres Stechen unmöglich macht.
- Stabile Gewebestruktur: Das Gewebe muss fest genug sein, um den Schmuck dauerhaft tragen zu können, ohne dass es zu Rissen oder Gewebeschäden kommt.
Viele Frauen sind keine geeigneten Kandidatinnen für dieses Piercing. Dies ist kein Mangel, sondern schlicht eine Frage der individuellen Anatomie. Bei unzureichender Eignung empfehlen wir das Klitorisvorhautpiercing als hervorragende und sichere Alternative.
Risiken
Aufgrund der extrem hohen Nervenzelldichte der Klitoris — mit über 8'000 Nervenenden auf engstem Raum — birgt dieses Piercing höhere Risiken als die meisten anderen Körperpiercings:
- Nervenschädigung: Eine ungenaü Platzierung kann Nervenbahnen beschädigen, was zu dauerhaftem Empfindlichkeitsverlust, Taubheitsgefühl oder chronischem Schmerz führen kann. Dieser Schaden ist in vielen Fällen irreversibel.
- Überempfindlichkeit: Einige Trägerinnen berichten von einer so starken Intensivierung der Empfindungen, dass sie als unangenehm oder schmerzhaft empfunden werden — insbesondere bei direkter Berührung oder reibender Kleidung.
- Infektionsrisiko: Wie bei jedem Piercing besteht ein Infektionsrisiko, das jedoch aufgrund der anatomischen Lage und der hohen Empfindlichkeit des Gewebes schwerwiegendere Folgen haben kann.
- Blutungen: Die starke Durchblutung der Klitoris kann zu stärkeren Blutungen während und nach dem Eingriff führen als bei anderen Piercings.
Nur von erfahrenen Fachleuten
Das Klitorispiercing sollte ausschliesslich von erfahrenen Piercern durchgeführt werden, die über umfassende Kenntnisse der weiblichen Intimanatomie verfügen. Bei XS Piercing wird dieser Eingriff nur nach gründlicher Beratung und positiver anatomischer Beurteilung vorgenommen.
Erfahrungen
Trägerinnen eines Klitorispiercings berichten üblicherweise von einer extremen Steigerung der Empfindsamkeit. Die Klitoris ist bereits das empfindlichste Organ im weiblichen Körper, und ein Piercing durch dieses Gewebe verstärkt die Wahrnehmung zusätzlich.
Diese Intensivierung wird von manchen Trägerinnen als sehr positiv und bereichernd empfunden. Andere berichten jedoch, dass die gesteigerte Empfindlichkeit zu intensiv sein kann — insbesondere bei alltäglichen Aktivitäten wie Gehen, Sitzen oder dem Tragen bestimmter Kleidungsstücke. In seltenen Fällen führt dies dazu, dass das Piercing wieder entfernt wird.
Es ist daher essentiell, dass Sie sich vor der Entscheidung ausführlich beraten lassen und realistische Erwartungen an das Ergebnis haben. Die Erfahrung ist hochindividuell und lässt sich nicht pauschalisieren.
Der Ablauf bei XS Piercing
Aufgrund der Besonderheit dieses Piercings ist der Ablauf bei XS Piercing besonders gründlich und sorgfältig strukturiert:
- Verpflichtende Erstberatung: Ein ausführliches Beratungsgespräch inklusive anatomischer Prüfung ist zwingend erforderlich. Dies erfolgt in der Regel an einem separaten Termin vor dem eigentlichen Piercingtermin.
- Anatomische Eignung: Nur wenn die anatomischen Voraussetzungen eindeutig gegeben sind, wird der Eingriff durchgeführt. Bei Zweifeln raten wir ehrlich zu Alternativen.
- Lokalaanästhesie: Angesichts der hohen Empfindlichkeit der Klitoris ist die lokale Betäubung bei diesem Eingriff besonders wichtig und selbstverständlich im Preis inbegriffen.
- Präzise Durchführung: Der Eingriff wird von unseren erfahrensten Piercern mit höchster Präzision und unter sterilen Bedingungen durchgeführt.
- Nachsorge: Sie erhalten detaillierte Pflegeanweisungen und werden gebeten, sich bei etwaigen Komplikationen umgehend zu melden.
Fotogalerie
Beispielbilder von diesem Piercing, durchgeführt bei XS Piercing Basel. Die Galerie enthält explizite Inhalte.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich das Klitorispiercing vom Klitorisvorhautpiercing?
Das Klitorisvorhautpiercing (KVV/KVH) durchsticht lediglich die schützende Hautfalte über der Klitoris. Das Klitorispiercing hingegen geht direkt durch das Klitorisgewebe (Glans clitoridis) selbst. Es handelt sich um zwei grundverschiedene Piercings mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Risiken und Empfindungen.
Warum ist dieses Piercing so selten?
Nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Frauen verfügt über die anatomischen Voraussetzungen für ein Klitorispiercing. Die Klitoris muss ausreichend gross und freiliegend sein, um sicher gestochen werden zu können. Zudem erfordert der Eingriff höchste Präzision und Erfahrung, da das Risiko einer Nervenschädigung besteht.
Kann das Klitorispiercing Nervenschäden verursachen?
Bei unsachgemässer Durchführung besteht ein reales Risiko für Nervenschädigungen, die zu dauerhaftem Empfindlichkeitsverlust oder chronischen Schmerzen führen können. Deshalb wird dieses Piercing bei XS Piercing nur nach gründlicher anatomischer Prüfung und ausführlicher Beratung durchgeführt — ausschliesslich von unseren erfahrensten Piercern.
Beratungsgespräch vereinbaren
Ein Klitorispiercing erfordert immer eine individuelle Beratung. Kontaktieren Sie uns, um einen Termin für eine unverbindliche anatomische Prüfung zu vereinbaren.